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请将“Mit der Verabsolutierung des kategorial-darstellenden Arbeits-stranges wird der Anspruch materialistischer Geschichtsdarstellung nicht eingelöst. So verstandene empiriefeindliche - tendenziell sogar empirielose - kategoriale Interpretation von Geschichte versagt gegenüber der Darstellung von politischen und sozialen Prozessen, weil diese - worauf anhand von Äußerungen von Marx und Engels noch einzugehen ist - vollständig in den polit-ökonomischen Kate-gorien der Darstellung der materiellen Lebensverhältnisse nicht aufgehen. Die von materialistischer Geschichtsdarstellung an-gestrebte »Versöhnung« von Empirie und Theorie, von Faktischem und Gedanklichem, impliziert daher »nur« den kontrollierten und bewußten Bezug zweier Abstraktionsebenen, die sich wechselseitig konkretisieren und vermitteln. 9 Dagegen beinhaltet die Verwen- düng ökonomischer Kategorien im Sinne der so schon dargestellten Geschichte, daß empirische Tatbestände nur noch als einzuordnende Größen ohne einen potentiell auch theoriekritischen Gehalt auftauchen. Die Schwäche eines solchen Verfahrens, für das die gesamte Bandbreite des besonderen Kapitalismus und der besonderen Klassen (für sich) lediglich die Folie zur Benutzung abstrakt ökonomischer Kategorien bildet, läßt sich, um ein Beispiel zu geben, besonders eindringlich am Fall der Interpretation der Weltwirtschaftskrise (1929 ff.) veranschaulichen. So reicht es auf keinen Fall aus, diese Krise aus den Verwertungsproblemen des Kapitals, etwa aus dem Gesetz des tendenziellen Falles der Profitrate, »abzuleiten«. Durch einen solchen rein kategorialen Arbeitsgang werden die entscheidenden spezifischen Erscheinungen und Formen der Krise nicht erfaßt, obwohl gerade diese Spezifika die realen Rahmenbedingungen für den realen politischen Kampf von Kapital und Arbeit abgeben. (Gerade diese Spezifika müßten von der Praxis der revolutionären Arbeiterbewegung systematisch berücksichtigt werden, womit auch erkenntlich wird, wie genuin materialistische Geschichtsdarstellung ein Bestandteil des wissenschaftlichen Sozialismus ist bzw. sein sollte.) Eine bloß kategoriale Einschätzung der Weltwirtschaftskrise ver-sagt insbesondere bei der Erklärung, warum sich angesichts einer annähernd gleichen Tiefe der Krise die Angestellten in den USA und im Deutschen Reich relativ diametral politisch artikulieren, so daß sie einerseits einen Großteil der faschisierten Wähler und der Mitglieder der NSDAP ausmachen, während sich andererseits aus ihren Kreisen ein großer Teil der Wähler des »New Deals-Präsidenten Roosevelt rekrutiert.10 Um das Beispiel noch auszuweiten, materialistische Geschichtsdarstellung hätte auch zu fragen, ob das nicht-antifaschistische politische Verhalten der deutschen »herr-schenden Klasse« als Folgewirkung der von Engels an vielen Stellen beschriebenen politischen Feigheit und des nicht realisierten politi-schen Liberalismus auf Seiten der deutschen Bourgeoisie zu begreifen wäre. Die Verwechslung der methodischen Vorgehensweise materia-listischer Geschichtsdarstellung mit der idealistisch mißverstandenen materialistischen Deduktion von geschichtlicher Logik oder, be-trachtet aus der Perspektive des Objekts solcher Vergewaltigung, mit der Methode von Winkeladvokaten, nämlich der Subsumtion, läßt sich, mit Bezug auf den bürgerlichen Staat, weiter verdeutlichen anhand von Äußerungen Lenins und einer populären Erläuterung des Programms der Bolschewiki. Bucharin und Preobrashenskij, die Autoren dieser Popularisierung des Programms der KPR(B), des »Elementar-Lehrbuches«: »Das ABC des Kommunismus«, zeigen, ähnlich wie Lenin, mit ihren Ende 1919 geschriebenen Bemerkungen zum kapitalistischen Staat, wie sehr die Berücksichtigung der kategorial-abstrakten Darstellungsebene durch die Bedürfnisse politischer Praxis und politischer Agitation im Kontext einer Entscheidung zur Revolution geprägt werden. Der politischen Klarheit und griffig-»praktischen« Stringenz halber wird die kategoriale Ausrichtung an der Kapitalverwertung und an der Ausbeutung des Proletariats bevorzugt, ohne sie durch die Erwähnung empirisch existenter — beispielsweise arbeitsrechtlicher und tendenziell wohlfahrtsstaatlicher - »Blitzableiter der Revolution« (K. Marx) zu trüben. Gesellschaftliche Dialektik beschränkt sich auf ein Spiel ständig sich ändernder Formen, durch die man sich in seiner »Praxis« aber nicht irre machen läßt, da man ja vom Prinzip des immergleichen Inhalts ausgeht (etwa nach der prototypischen Formulierung Lenins: ». . . die Form des Kampfes kann wechseln und wechselt beständig aus verschiedenen, verhältnismäßig untergeordneten und zeitweiligen Gründen, aber das Wesen des Kampfes, sein Klasseninhalt, kann sich durchaus nicht ändern, solange es Klassen gibt« n. So definieren Bucharin und Preobrashenskij 12 die »komplizierteste Organisation«, den bürgerlichen Staat, als »Unternehmerorganisation«: »In allen kapitalistischen Ländern ist der Staat nichts anderes als eine Ver-einigung der Unternehmer.« - »Der kapitalistische Staat ist also eine Unternehmervereinigung, die die Ausbeutung sichert. [Zu fragen wäre >natürlich< gleich, wenn man sich an den politischen Schriften von Marx und Engels orientieren will, wie? - E. H.] Einzig und allein die Interessen des Kapitals leiten die Tätigkeit dieser Räubervereinigung.« Zu letzterem wäre in Anlehnung an Marx und Engels zu fragen, welche Bündnisse und Kompromisse diese Interessen eingehen, welche partiellen Zugeständnisse etc. sie machen müssen. Ähnlich verfährt Lenin, obwohl auch für ihn »die Frage des Staates . . . eine der verwickeltsten und schwierigsten Fragen« 13 darstellt. Diese Frage reduziert sich für seine (1918/19 praktisch aber berechtigte) Kritik am »Opportunismus« der deutschen Sozial-demokratie auf die kategoriale Definition, der Staat sei »ein Werkzeug zur Ausbeutung der unterdrückten Klasse« 14, und gerade die »demokratische Republik« sei »die denkbar beste politische Hülle des Kapitalismus« 15: »ja, je demokratischer sie [die demokratische Republik, E. H.] ist, um so brutaler, zynischer ist die Herrschaft des Kapitalismus.« 16 Abstrakt wird von Lenin die Frage des Staates als »Grundfrage« verstanden und »zur brennendsten Frage, zum Mittelpunkt aller politischen Fragen und aller politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart« 17 stilisiert; aber die Erkenntnisinstrumentarien ma-terialistischer Geschichtsdarstellung werden, soweit diese auch For-schung ist, dennoch nicht entsprechend dieser Aufgabenstellung und Einsicht entfaltet. Die Ebene der Forschung, der detaillierten und differenzierten (Klassen-)Analyse sozialer und politischer Prozesse, tritt in ihrer Bedeutung zurück. Empirie wird zum Versatzstück, zur bloßen Form, die eklektisch herangezogen wird (womit vor allem auch der für Marx entscheidende Formbegriff und die Frage nach der Formbestimmtheit von Inhalten heruntergespielt werden). 18 Empirie erhält so ihren Zuschnitt aus den verabsolutierten agitatorischen Bedürfnissen einer sich im Zustand der Revolution sehenden politischen Bewegung; praxisbezogen betont daher Lenin, wie Marx und Engels, den politischen Nutzen von bürgerlicher Republik, Parlamentarismus und allgemeinem Wahlrecht. 19 Aber im Kontext einer pragmatischen Bejahung der soeben angeführten Momente bürgerlicher Staaten wird dennoch die Theorie des Staates im allgemeinen und, im Gegensatz zu Marx und Engels, auch die materialistische Analyse von Staaten und Klassenauseinander-setzungen im besonderen nicht aktiviert. Die pragmatischen Hinweise auf den politischen Nutzen der bürgerlichen Republik für die Arbeiterbewegung stehen somit quer zur kategorialen und abstrakten Verurteilung dieser Form des bürgerlichen Staates. Auch Lenins Kritik am »linken Radikalismus«, jener »Kinderkrankheit im Kom-munismus«, verbleibt nämlich im aktionistischen Bereich eines Ver-zichts auf Theorie, auf Entfaltung der beiden Ebenen materialistischer Geschichtsdarstellung.”翻译为中文
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将纯粹概念化的工作方法绝对化,就无法实现唯物主义历史陈述的要求。这样理解的,对经验敌视——甚至有可能是无经验的——的历史范畴解释,因为它未能呈现政治和社会过程,这些过程并不能完全归入表现物质生活条件的政治经济范畴内。唯物主义历史陈述所追求的"经验与理论、事实与思想的和解",因而"仅仅"意味着两个抽象层面之间受控制和有意识的联系,这两个层面相互具体化和中介。相反,以这种方式使用经济范畴,意味着经验事实只是作为需要归类的因素出现,而没有潜在的理论批判含义。 这种方法的弱点,为了给出一个例子,可以在解释世界经济危机(1929年及以后)的情况中特别清晰地看到。仅仅从资本的再生产问题,比如从利润率趋势下降的规律中“导出”这场危机,是远远不够的。通过这样一个纯粹范畴化的处理方法,未能捕捉到决定性的特定现象和危机形式,尽管正是这些特点为资本与劳动之间的真实政治斗争提供了实际的框架条件。(正是这些特点应当被革命工人运动的实践系统地考虑,通过此也表明了唯物主义历史陈述作为科学社会主义的一部分应有的或者应该有的地位。) 仅仅从范畴上评估世界经济危机,特别是在解释为何在危机大致相同的深度下,美国与德意志帝国的雇员群体在政治上表现出完全不同的态度时失败了,一方面他们构成了极大一部分的法西斯化选民和纳粹党的成员,而另一方面他们中的很多人成为了“新政总统”罗斯福的选民。扩展这个例子,唯物主义历史陈述还应该问,德国“统治阶级”的非反法西斯政治行为是否可以作为恩格斯在多处描述的德国资产阶级政治上的懦弱和未实现的政治自由主义的后果来理解。 将唯物主义历史陈述的方法学处理方式与理想主义误解的唯物主义的历史逻辑推导混淆,或者,从这种混淆的对象的角度看,与小律师的方法即归纳法混淆,可以根据列宁的陈述以及布尔什维克纲领的一种流行解释来进一步阐明。 布哈林和普列奥布拉任斯基,这两位撰写KPR(B)纲领“入门教科书”《共产主义ABC》的作者,与列宁一样,通过他们在1919年底写的关于资本主义国家的评论,展示了如何因政治实践和政治宣传的需求且在决定革命的背景下选择考虑概念-抽象表达层面。为了政治清晰性和"实践"的紧凑连贯,他们优先考虑关于资本增值和剥削无产阶级的范畴化定位,而没有通过提及实际存在的——例如劳动法和有趋势的福利国家的——“革命的避雷针”(K. 马克思)来破坏这种定位。社会辩证法被限制在一个不断变化的形式游戏中,但通过坚持始终如一的内容原则,不会因其“实践”中的变化而感到困惑(例如根据列宁的原型表述:“...斗争的形式可以并且总是因各种相对次要和暂时的原因而变化,但斗争的本质,它的阶级内容,只要阶级存在,就绝对不可能改变”)。因此,布哈林和普列奥布拉任斯基定义了“最复杂的组织”,资本主义国家,为“企业家组织”:“在所有资本主义国家,国家不是其他的而是企业家的联合。” - “资本主义国家因此是一家确保剥削的企业家协会。[当然,如果要按照马克思和恩格斯的政治著作的指导,应该立即问,怎样?- E. H.]唯一指导这群强盗协会行动的是资本的利益。”对此,借鉴马克思和恩格斯的观点,应该询问这些利益进行哪些联盟和妥协,需要做出哪些部分让步等。 列宁的做法也是类似的,尽管即便对他来说,“国家问题...是最复杂和最难的问题之一”。这个问题对他的(1918/19年实践上但是合理的)批评德国社会民主主义的“机会主义”,简化为范畴化定义,国家是“压迫受剥削阶级的工具”,特别是“民主共和国”是“资本主义的最好的政治外壳”:“是的,它越是民主,资本主义的统治就越是残酷、无耻。”列宁抽象地理解国家问题为“基本问题”并将其“提升为当代所有政治问题和政治争论的中心”。 唯物主义历史陈述的认识工具,尽管它们也是研究,尚未根据这一任务和洞察力得到相应的展开。研究层面,对社会和政治过程的详细和差异化(阶级)分析,在其重要性上有所减弱。经验成为了一个插入片段,为片面的形式,被抽取式地使用(其中主要也贬低了对马克思至关重要的形式概念以及对内容的形式决定性问题)。因此,经验从绝对化的宣传需求中获得其定型,在一场被视为革命状态的政治运动中,列宁强调了,像马克思和恩格斯一样,民主共和国、议会制和普选的政治利益。但是,在对这些资本主义国家特征的实用主义肯定背景下,总的来说,与马克思和恩格斯相反,国家理论以及特别是对国家和阶级冲突的唯物主义分析并没有被激活。对民主共和国对工人运动政治利益的实用主义提示,因而与这种形式的资本主义国家的范畴化和抽象的谴责相悖。即使列宁批评了“左翼激进主义”,那种“共产主义的儿童病”,也仍然停留在放弃理论、放弃展开唯物主义历史陈述两个层面的行动主义领域内。